Quod me nutrit,me destruit - Was mich nährt, zerstört mich.

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Dankbarkeit

Heut morgen war ich - wie immer - mehr als spät dran. Genaugenommen war es 8 Minuten vor 8, als ich losfuhr. Keine allzu tolle Ausgangsbasis, wenn man normalerweise 10 Minuten braucht für die Strecke. Aber auch noch keine Katastrophe, wenn man in der ersten Englisch hat, da der ja auch immer zu spät ist und sich deshalb nicht groß beschwert wenn jemand noch später ist als er. Aber dann, 7:58 Uhr im Münchbuschweg: *klack klack klack* - mein rechtes Fahrradpedal macht witzige Geräusche.Ich guck es vorwurfsvoll an (was beim fahren gar nicht so einfach ist) und es bedankt sich, indem es runterfällt und das Zahnrad, über das normalerweise die Kette läuft, gleich mitnimmt. Gut, einige Teile meines Fahrrads sind also in der Gewerkschaft und streiken vor 8 Uhr morgens. Da steh ich also mit nem Pedal in den Hand und gucke, wie die Kette aufm Boden schleift und das Schutzbleck schief hängt. Es ist 8. Ich beschließe, dass ich nicht die dummen Kommentare meines Englischlehreres dafür in Kauf nehmen will, mit einem abgefallenen Pedalarm mit Zahnkranz dran rumzulaufen, da das Gerät aussieht wie ein mittelalterliches Folterinstrument. Ich stecke das ganze also wieder auf die Halterung, die nicht hält - oder haltert?! - schnappe mein Fahrrad wieder und renne los. Um 5 nach 8 bin ich das Schrottding aufm Abstellplatz losgeworden und in den 2 Stock gerannt. Und stehe vor einer verschlossenen Tür. Von den 14 Leuten meines Kurses sind zu diesem Zeitpunkt 11 abwesend, ebenso die Lehrkraft. Als alle dann um Viertel nach 8 (!) erscheinen, sitze ich immer noch laut lachend am Boden.

In der 5. Stunde fang ich an rumzufragen - fährt mich jemand heim? Kein Bock, bei der Kälte 3 km zu laufen. Keiner mit dem Auto da? Hallo, es ist kalt! Und sonst fahrt ihr auch alle Strecken mit dem Auto, die länger sind als euer Auto. Die, die bereit wären, mich mitzunehmen, bleiben länger in der Schule als ich oder haben früher aus. Herr Schneider bietet mir an, die siebte noch zu warten, dann würd er mich heimfahren. Bin gerührt, lehn aber trotzdem ab. Vermutlich aus Fassungslosigkeit.
Nach der 6. steh ich im Gang und starre vorwurfsvoll raus in die Kälte. Da kommt ein blonder Engel durch den Hof. Und dieser Engel hat einen Autoschlüssel. STEFFI! Hab ich ihr nicht gesagt, dass Deutsch ausfällt? Scheinbar nicht. Egal, sie kann mich heimfahren. Und sie tuts auch.
Manchmal sind es Kleinigkeiten, die die schönsten Momente ausmachen.


Später zu IKEA gefahren mit Ma und dann nach Frankenthal. Schon vor Weihnachten 'nen Teil vom Weihnachtsgeld ausgegeben.
Doch noch ein schöner Tag geworden.
18.12.06 23:02
 


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